Oliver Nachtwey stellt sein neues, gemeinsam mit Carolin Amlinger verfasstes Buch „Zerstörungslust – Elemente des demokratischen Faschismus“ vor.
Gestützt auf umfangreichen empirischen Recherchen, richten die Autor:innen ihren Blick auf jene Wähler*innen, digitalen Szenen und politischen Communities, die Donald Trump, Elon Musk oder der AfD folgen. Im Zentrum steht der libertäre Autoritarismus, eine Form autoritärer Politik, die demokratische Institutionen systematisch schwächt und zugleich individuelle Selbstermächtigung verspricht.
Aus zahlreichen Interviews mit AfD-Anhängerinnen, libertären Akteurinnen und Vertreter*innen alternativer Medienmilieus arbeitet Nachtwey zentrale Fragen heraus:
Woher kommt die Lust an der Zerstörung? Warum wenden sich immer mehr Menschen aus der vermeintlichen Mitte Projekten zu, die demokratiefeindliche und faschistische Dynamiken befördern?
Das Buch zeigt, wie tiefsitzende Frustration über gebrochene Versprechen liberaler Gesellschaften – sozialen Aufstieg, politische Teilhabe, individuelle Selbstentfaltung – zum Resonanzboden neuer Radikalisierung wird. In einer als blockiert und ungerecht erlebten Ordnung gewinnen Akteur*innen Einfluss, die den Bruch mit Institutionen, die Abwertung etablierter Medien und die Verachtung demokratischer Verfahren propagieren.
Oliver Nachtwey wird zentrale Thesen seiner Arbeit vorstellen und diskutieren, was diese neue autoritäre Versuchung für die Zukunft demokratischer Aushandlungsprozesse bedeutet.
Oliver Nachtwey, ist Wirtschaftswissenschaftler und Soziologe sowie Professor für Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel.
Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg
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Kursnummer:
385020
Datum:
15.01.2026
Kosten:
kostenlos
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