In den Jahren 1946 bis 1949 fanden verschiedene britische Militärgerichtsprozesse im großen Saal des Hamburger Curiohauses statt. Der aufwändige Hauptprozess behandelte auf exemplarische Weise das KZ Neuengamme. Von den bis 1945 dort gefangen gehaltenen ca. 100.000 Menschen aus Deutschland und den besetzten Ländern verloren mindestens 50.000 Menschen ihr Leben. Sie starben infolge der unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen, durch direkte Morde und während der Lagerräumungen.
Vom 18. März bis zum 13. Mai 1946 stand in dem bis heute erhalten gebliebenen Saal die ehemalige Lagerleitung des KZ Neuengamme – 14 leitende SS-Offiziere und Aufseher – vor Gericht. Die Anklage umfasste u.a. Tatbestände wie die Vergasung von Kriegsgefangenen und die Morde an den Kindern von Bullenhuser Damm. Elf Todesurteile wurden ausgesprochen.
In Erinnerung an die Opfer des nationalsozialistischen Gewaltregimes wird der Prozess im Wortlaut in gekürzter Form als szenische Lesung dargestellt. Buch und szenische Einrichtung: Michael Batz, Musik: Jakob Neubauer und Markus Voigt.
Eine Veranstaltung der GEW. Sie ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Die Hamburger Curiohaus-Prozesse: NS-Kriegsverbrechen vor britischen Militärgerichten“, siehe Programmflyer.
Zurück zur Übersicht
Kursnummer:
392988
Datum:
18.03.2026
Kosten:
kostenlos
Hamburg Vernetzt gegen Rechts | Koordinierungsstelle des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus in Hamburg (BNW)
Neumühlen 16- 20
22763 Hamburg
Telefon: 040 42863-3625
E-Mail: vernetztgegenrechts@lawaetz.de
Web: vernetztgegenrechts.hamburg