Seit Januar gilt der neue Wehrdienst. 15 Jahre nach Aussetzen der Wehrpflicht sollen mehr junge Menschen für den Dienst an der Waffe gewonnen werden. Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung bleibt im Grundgesetz verankert. Wenn in den kommenden Jahren jedoch Rekruten fehlen, kann nach einem weiteren Gesetzesbeschluss auch die Pflicht greifen, Wehrdienst zu leisten.
Die Zeitenwende wirkt sich in Form des neuen Wehrdienstes nun auch unmittelbar auf die deutsche Gesellschaft aus. Die aber ist sich alles andere als einig darüber, welche Schlüsse aus der veränderten Weltlage gezogen werden sollten.
Während die Debatte hauptsächlich von parteipolitischen Auseinandersetzungen dominiert wird, spielen junge Menschen – diejenigen, die unmittelbar betroffen sind – im öffentlichen Diskurs kaum eine Rolle.
Erst als der neue Wehrdienst beschlossen war, sollten sie Stellung beziehen. Für oder gegen den Dienst an der Waffe? Wer sich mit dieser Frage schwertut, gilt schnell als Träumer und wird der Realitätsverweigerung bezichtigt. Diese Diskussion ist nicht neu und wurde schon in früheren Jahrzehnten rund um Kriegsdienstverweigerung in der Bundesrepublik und der DDR geführt.
Wie blicken junge Menschen auf die Debatte? Unter welchen Bedingungen wären sie bereit, für Deutschland in den Krieg zu ziehen? Und wie könnte eine Lösung aussehen, die die Gesellschaft als Ganzes in die Pflicht nimmt?
Darüber diskutieren der Autor Artur Weigandt, Quentin Gärtner, ehemals Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, und der Filmemacher Florian von Stetten (zu seiner Dokumentation “Stell dir vor, es ist Krieg …”)
Es moderiert die Journalistin Johanne Bischoff.
Veranstaltung auch in deutscher Gebärdensprache
Anmeldung für Gehörlose erforderlich unter veranstaltungen@koerber-stiftung.de
Zurück zur Übersicht
Kursnummer:
394700
Datum:
01.04.2026
Kosten:
kostenlos
Körber-Stiftung
Kehrwieder 12
20457 Hamburg
Frau Svenja Lücke
Telefon: 040 80 81 92 0
E-Mail: info@koerber-stiftung.de
Web: koerber-stiftung.de