Wie die AfD den Kulturkampf in die Schulen trägt

Diskussion/Vortag:
Für die extreme Rechte und ihren Kulturkampf ist die Schule ein zentrales Kampffeld. Hier will die AfD den Vorrang des Nationalen durchsetzen und miteiner auf Ideologien der Ungleichwertigkeit beruhenden Identitätspolitik des „Deutsch-Seins“ junge Menschen früh prägen.

Um ganz im Sinne deutscher Volksgemeinschaft größtmögliche Homogenität herzustellen, möchte die AfD Schüler:innen mit Beeinträchtigungen und Geflüchtete aus dem allgemeinen Schulunterricht ausschließen, Quoten fürKinder mit Migrationsgeschichte einführen und Islamunterricht verbieten. Gegen behauptete „Leistungsmüdigkeit“, „Kuschelpädagogik“ und „Gleichmacherei“ droht sie ein leistungsdifferenziertes mehrgliedriges Schulsystem und elitäre Zugangsbeschränkungen an: Schule soll selektieren. Sie denunziert Sexualaufklärung als „Frühsexualisierung“ und angeblichen „Trans-Gender-Hype“ und spielt sich mit Verbotsforderungen nicht nur als Beschützer von Kindern und Jugendlichen auf, sondern als Vorkämpferin für die traditionelle Familie. Nicht zuletzt will die AfD weniger Hitler, mehr Bismarck im Unterricht und überhaupt mehr 19. Jahrhundert als „die wichtigste Zeit für die deutsche Nationswerdung“.

Längst steht die Institution Schule unter dem Beschuss der AfD, sind Lehrkräfte, die sich für demokratische Werte einsetzen, und kritische Schüler:innen massiven Denunziationen und Einschüchterungsversuchen ausgesetzt. Was tun?

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Foto: Rosa-Luxemburg Stiftung Hamburg

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Kursnummer:
402706

Datum:
10.06.2026

Kosten:
kostenlos

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