Warum entwickeln manche junge Geflüchtete trotz schwerer traumatischer Erfahrungen psychische Stabilität, während andere erst Jahre nach ihrer Ankunft zunehmend belastet wirken? Traumatische Erfahrungen erklären den Ausgangspunkt psychischer Belastungen, jedoch nicht deren häufig non-linearer Verlauf nach Ankunft im Empfängerland. Der Vortrag führt aktuelle Erkenntnisse zu Trauma, Bewältigung, Akkulturation und gesellschaftlichen Bedingungen in einem multidimensionalen und interaktiven Bezugsrahmen zusammen. Anhand einer Fallvignette wird gezeigt, wie dieser Bezugsrahmen genutzt werden kann, um unterschiedliche Einflussbereiche und ihre Wechselwirkungen im Einzelfall systematisch zu erschließen. Daraus ergeben sich konkrete Anregungen für ein differenziertes klinisches Verständnis sowie für Diagnostik, Beratung und Psychotherapie.

Moderiert wird diese Veranstaltung von Dr. Usama EL-Awad (Co-Leitung Sektion Traumafolgen und Kinderschutz im Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters).
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts TOGETHER – Integration durch psychische Gesundheit gemeinsam stärken statt, das von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert wird.
Den Zoom-Link erhalten Sie kurz vor der Veranstaltung.
Zur Anmeldung
Anmeldeschluss: 14.10.2026
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Kursnummer:
412804
Datum:
15.10.2026
17:00–18:30 Uhr
Kosten:
kostenlos
centra - Koordinierendes Zentrum für traumatisierte Geflüchtete
Heidenkampsweg 97
20097 Hamburg
Frau Julia Fischer-Ortman
Telefon: 040 2320522-0
E-Mail: info@centra.hamburg
Web: centra.hamburg