Dekolonialer Stadtrundgang: Handelsgeschichte neu erzählt

Koloniale Spuren – Dekoloniale Praktiken, Stadtrundgang

 

Entdecke Hamburgs Geschichte aus einer neuen, kritischen Perspektive und folge den kolonialen Spuren durch Speicherstadt und HafenCity. Die Tour zeigt, wie eng Hamburgs Aufstieg zu einer bedeutenden Handelsmetropole mit globalen Handelsbeziehungen, kolonialen Strukturen und wirtschaftlichen Machtverhältnissen verbunden war.

In der UNESCO-geschützten Speicherstadt geht es unter anderem um Kaffee, Kakao, Gewürze und Zucker und um die Frage, welche Bedeutung der Handel mit diesen Waren für den Hamburger Wohlstand hatte. Gleichzeitig wird sichtbar, wie der Kolonialismus das Stadtbild geprägt hat und welche Rolle der Hafen, der Zoll und die besonderen Freihandelsstrukturen Hamburgs dabei spielten. Am Chilehaus und am Afrika-Haus werden weitere Verbindungen zwischen Architektur, internationalem Handel und kolonialen Wirtschaftsbeziehungen deutlich.

Doch die Führung richtet den Blick nicht nur auf wirtschaftliche Entwicklungen: Sie macht auch Perspektiven und Formen des antikolonialen Widerstands sichtbar und erzählt von Menschen, deren Geschichten in klassischen Stadtführungen häufig fehlen. Zum Abschluss geht es um die Frage, welche kolonialen Kontinuitäten bis heute fortwirken – etwa in Form struktureller Ungleichheiten, Rassismus und aktuellen gesellschaftlichen Debatten.

Eine kompakte und abwechslungsreiche Stadtführung für alle, die Hamburgs Geschichte differenziert betrachten und die Stadt aus einer anderen Perspektive kennenlernen möchten.

Der kostenlose Stadtrundgang wird von DeSta – Dekoloniale Stadtführung durchgeführt und von Fair Trade Stadt Hamburg und W3_ Werkstatt für Internationale Kultur und Politik e.V. im Rahmen der Projekte Decolonize Trade! und Koloniale Spuren – Dekoloniale Praktiken während der Fairen Woche 2026 angeboten.


DeSta – Dekoloniale Stadtführung bietet geführte Touren und Workshops an, die sich kritisch mit Kolonialgeschichte und dessen fortwirkenden Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft auseinandersetzen. Ihr zentrales Anliegen ist es, Machtverhältnisse zu hinterfragen, koloniale Spuren sichtbar zu machen und damit zur Schaffung einer gerechteren Gesellschaft beizutragen, in der Vielfalt geschätzt wird und alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können.


Termine

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Kurzinfos

Kursnummer:
412877

Datum:
12.09.2026

Kosten:
kostenlos

Anbietender

W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V.
Nernstweg 32 – 34
22765 Hamburg

Frau Samantha-Josephine Kiesel
Telefon: 040 398053 – 60
E-Mail: info@w3-hamburg.de
Web: www.w3-hamburg.de

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