Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Sollte die AfD – wie absehbar – stärkste Kraft werden und zudem eine Regierung anführen oder mit Unterstützung des BSW maßgeblich die Regierungsbildung bestimmen können, hätte dies weitreichende Folgen über das Bundesland hinaus. Nur zwei Wochen später, am 20. September, steht mit der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern bereits die nächste wichtige Entscheidung an. Auch hier wird die AfD voraussichtlich die mit Abstand stärkste Partei werden, aber auf Grund einer anderen politischen Konstellation im Bundsland wohl nicht Regierungspartei.
Unsere Veranstaltung - am 14. Sepember, nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt und unmittelbar vor den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern - nimmt die Ergebnisse der Wahl zum Anlass, um über die politische Entwicklung in Ostdeutschland zu diskutieren. Welche Dynamiken haben zu den Wahlergebnissen geführt? Welche Auswirkungen sind für Demokratie, politische Kultur und Zivilgesellschaft zu erwarten? Und welche Signale gehen von Sachsen-Anhalt für die bevorstehende Wahl in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus aus?
Schon heute prägt die AfD in vielen Regionen Ostdeutschlands das politische Klima. Sie verschiebt öffentliche Debatten nach rechts und verändert politische Mehrheitsverhältnisse. Gleichzeitig geraten demokratische Initiativen, zivilgesellschaftliches Engagement und solidarische Strukturen zunehmend unter Druck. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Handlungsspielräume demokratische und atifaschistische Akteur:innen noch besitzen und wie sich autoritären und völkisch-nationalistischen Entwicklungen wirksam begegnen lässt.
Gemeinsam mit dem Rechtsextremismus-Experten David Begrich analysieren wir die aktuelle Lage und diskutieren Perspektiven demokratischer Gegenstrategien. Welche politischen Ansätze haben sich bislang bewährt? Wo stoßen sie an Grenzen? Und welche Herausforderungen entstehen, wenn die extreme Rechte nicht mehr nur parlamentarische Opposition ist, sondern maßgeblichen Einfluss auf staatliches Handeln gewinnt?
David Begrich studierte Theologie und Sozialwissenschaften und arbeitet seit 1998 als Referent für politische Bildung in der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e. V. in Magdeburg. Er gehört zu den profiliertesten Beobachtern der extremen Rechten und ihrer gesellschaftlichen Verankerung in Ostdeutschland.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Hamburger Tage der Demokratie 2026 statt.
Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
Keine Anmeldung notwendig.
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Foto: IMAGO / Funke Foto Services
Kursnummer:
412973
Datum:
14.09.2026
Kosten:
kostenlos
Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg - Hamburger Forum für Analyse, Kritik und Utopie e.V.
Alstertor 20
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