Klimapolitik in Zeiten von Rechtsruck und Militarisierung

Vortrag und Diskussion mit Lisa Poettinger

Der Hitzesommer 2026 hat in Europa schätzungsweise 35.000 Menschen das Leben gekostet. Trotzdem ist die Klimakrise in der öffentlichen Aufmerksamkeit und politischen Debatte weitgehend in den Hintergrund gerückt. Während kaum noch eine sichtbare Klimabewegung existiert, bestimmen der Rechtsruck, der Abbau demokratischer Rechte und die zunehmende Militarisierung zunehmend die politische Agenda. Doch der Eindruck, dass andere Krisen wichtiger sind als die Klimakrise, greift zu kurz. Denn Rechtsruck, Militarisierung und Klimakrise hängen eng miteinander zusammen und verstärken sich teilweise gegenseitig.

So werden im Zuge von Sozialkürzungen auch Gelder, die für eine soziale und ökologische Transformation dringend gebraucht würden, in Aufrüstung investiert. Gleichzeitig verschärfen Kriege und Militarisierung die Klimakrise durch ihre Emissionen und ihren enormen Ressourcenverbrauch. Geopolitische Machtinteressen und fossile Abhängigkeiten verstärken diese Zusammenhänge zusätzlich.

Progressive Akteur*innen stecken ihre begrenzten Kapazitäten derzeit vor allem in antifaschistische und antimilitaristische Kämpfe. Wie können wir diese Kämpfe mit klimapolitischen Forderungen verbinden, statt sie gegeneinander auszuspielen? Wie können wir angesichts der vielfältigen Krisen gemeinsame Perspektiven entwickeln und für eine solidarische Zukunft eintreten?

Am 6. November wollen wir mit Lisa Poettinger, moderiert von Janine Burkhardt, darüber diskutieren, wie wir progressive Kämpfe zusammenführen können und wie eine solidarische Zukunft angesichts der brennenden Fragen unserer Zeit aussehen kann.


Lisa Poettinger ist Klimagerechtigkeitsaktivistin und Mitorganisatorin der „Demo gegen rechts“ 2024 in München. Sie hat Lehramt, Schulpsychologie, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Environmental Studies studiert und sich zusätzlich zur Kinderpflegerin weitergebildet. Sie war Mitglied bei Extinction Rebellion und engagiert sich derzeit beim Offenen Antikapitalistischen Klimatreffen. Sie setzt sich für eine Klimapolitik ein, die soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellt. Im Februar 2025 wurde ihr vom Freistaat Bayern der Zugang zum Referendariat verweigert. Im August 2025 erschien ihr Buch "Klimakollaps und soziale Kämpfe" im oekom Verlag.

Janine Burkhardt ist seit 2023 Referentin für Umwelt-, Klima-, Energie- und Nachhaltigkeitspolitik bei der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft. Sie ist außerdem Kreistagsabgeordnete und Vorsitzende der Gruppe Die Linke im Landkreis Lüneburg. An der Leuphana Universität studierte sie Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaften mit Schwerpunkt auf Klima, Ökologie und Ökotoxikologie.


Eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg und der W3 -Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V.

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

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Foto: Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Kurzinfos

Kursnummer:
419483

Datum:
06.11.2026

Kosten:
kostenlos

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