Gestorben wird immer, aber begraben wird immer weniger – zumindest benötigt man dafür heute weniger Platz. Seebestattungen, Waldfriedhöfe draußen vor der Stadt und vor allem Urnenbestattungen statt traditioneller Beerdigungen im Sarg führen dazu, dass zunehmend weniger Raum für Beisetzungen erforderlich ist. Welche Konsequenzen hat das für den Friedhof Ohlsdorf, der ein Areal von fast 400 Hektar mitten in der Stadt einnimmt? Auch werden nicht alle der ursprünglich 13 Kapellen noch für Trauerfeiern genutzt – was geschieht mit den anderen?
Dennoch ist der Parkfriedhof Ohlsdorf, eine grüne Lunge mitten in der Großstadt, weiterhin ein Spiegel der Begräbniskultur seit seiner Einrichtung in den 1870er Jahren. Eine Vielzahl von Denkmälern erinnert an einschneidende, oft katastrophale Ereignisse nicht nur der Hamburger Geschichte: Soldatengräber, Mahnmale und besondere Grabanlagen für die Opfer der NS-Diktatur, Gedenkstätten für die Opfer des Feuersturms, der Flut von 1962 und für die „Revolutionsgefallenen“ in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg.
Johann Peter Nissen
Wohnt noch nicht im Rathaus, ist aber mit allen Figuren dort per Du. Leidenschaftlicher Hamburger mit dem Hang zur Geschichte.
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Foto: Bleicherhaus
Kursnummer:
420647
Datum:
05.11.2026
Kosten:
15,00 €
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22299 Hamburg
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